|
Webmasterin &
Webdesign by
Friesenlovecoach
Petra S. von Känel
|
 |
|
Reisebericht und Fotos La Palma 2009
|
Ferien
14.
- 21. Februar 2009
|
 |
 |
Unser Hotel
La Palma Teneguia Princess & Spa.
Die Hotelanlage besitzt 625 Zimmer.
|
Jeden Abend durften wir von
unserem Zimmer aus einen wunderbaren Sonnenuntergang
erleben.
|
Wir hatten uns
diesmal für eine ganz kleine Kanareninsel entschieden. La
Palma - sie liegt am nördlichsten aller Kanareninseln
und am weitesten im Atlantik. Die Kanaren liegen aber so
nahe zusammen, dass man bei uns auf der südsüdwestlich
gelegenen Ferienanlage "Hotel La Palma Teneguia
Princess & Spa" sogar von unserem Zimmer aus die Nachbarinsel La Gomera
gut gesehen hatten.
|
| Samstag,
14. Februar 2009 - Reisetag
|
 |
 |
Das
Foto zeigt die Enteisung einer Swiss - Wegen dem grossen Schneechaos in
der Schweiz sind wir mit 1.5 Stunden Verspätung in Richtung Kanaren "La Palma" (Santa Cruz)
abgeflogen.
|
Endlich
angekommen - ich hier mit unserem Gepäck. Wir hatten
meinen Duschrollstuhl mitgenommen. Ohne ihn wäre mein
Aufenthalt gar nicht möglich gewesen (siehe Foto unten).
|
 |
 |
Ferienanlage
"Hotel La Palma Teneguia
Princess & Spa" an der
südsüdwestlich gelegenen Küste bei Los Canarios/Fuencaliente,
eingebettet zwischen den grossen Bananenplantagen.
|
Der
grosse Schock beim Zimmer in Empfang nehmen. Mein
"Aussen"-Rollstuhl passte trotz Vorabklärungen
nicht durch das Badezimmer.
|
Unser
Reisetag begann wieder sehr früh. Der Wecker piepste um
4.15 Uhr. Wir dachten, wir hätten so einen gemütlichen
Start in den Urlaub. Das war auch zuerst so. Kurz nach 6
Uhr fuhren wir los. Es hatte kräftig geschneit in der
Nacht. Wir machten uns zuerst keine Gedanken als die
Strassen bei uns noch schneebedeckt waren. Das ist im
Winter noch oft so, wenn man in der Höhe wohnt. Als wir
aber auf die Autobahn kamen und die Autobahn auch eine
geschlossene Schneedecke hatte, war es uns etwas mulmig zu
Mute. Das blieb so bis zum Flughafen. Wir kamen nur sehr
langsam voran und die Zeit wurde immer knapper. Endlich am
Flughafen angekommen, schnell einchecken und mit
Begleitservice zum Gate. Dort war man bereits am
"boarding", Abflugzeit 8.55 nach Santa Cruz, die
Hauptstadt von La Palma. Wir kurz dazwischen und endlich,
geschafft, wir sassen im Flieger. Schon nach 10 Minuten
hatte ich immer stärkere Schmerzen und Spastiken. Wie
soll ich den Flug bloss überstehen. Der Flieger war bis
zum letzten Platz ausgebucht, so war leider kein "Liegeplatz" mehr für mich möglich. Es wurde immer später und
später. Nach einer halben Stunde, die Durchsage vom
Kapitän, wir müssten noch auf Gepäck warten. Nach einer
Viertelstunde, die selbe Mitteilung nochmals. Nach einer
Stunde hiess es, es müsste die Startbahn geräumt werden.
Nach einer weiteren Viertelstunde rollte der Flieger
endlich los, aber nur bis zum Enteisungsservice. Nach
einer grossen Verspätung von 1.5 Stunden rollte unser
A319 der AirBerlin endlich auf die Startbahn und hob in
Richtung Kanaren ab. Ich stand Höllenqualen durch in der
extrem engen Maschine. 4 Stunden Flugzeit ist ja schon an der
Grenze für mich. Meine langen Oberschenkel hatten nicht
wirklich Platz. Turnen konnte Frank mit mir auch nicht.
Bis der A319 endlich nach über 5.5 Stunden in La Palma
ankam, war ich fix und fertig. Aber kaum ausgestiegen, ging
es mir wieder erstaunlich gut. Ahhh, herrlich! Sonne und warm!
Bei Sixt (Cicars) haben wir wieder einen Opel Astra
Caravan gebucht. Jetzt können wir es endlich ruhig
nehmen. Unser Navi hatte die Adresse vom Hotel nicht
gekannt, wohl aber doch "Los Canarios" (Fuencaliente).
Gemütlich ging es los. Was uns erstaunte, kaum Autos auf
den Strassen und die Vulkaninsel ist wenig bebaut, wunderbar. Die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten,
mit vielen Kurven und sehr unterschiedlicher
Strassenqualität. Da wir die Hotelanlage und die Gegend
aus dem Internet gut kannten, war es eine Leichtigkeit,
die Ferienanlage zu finden. La Palma ist erstaunlich grün
und die Ferienanlage weit und breit das einzige
Hotel dieser Art. Gut angekommen, ausladen und einchecken.
Wir bekamen einen Plan in die Hand gedrückt und ein Guide
brachte uns zu unserem Zimmer. Dass das Schneechaos mit
dem langen Flug nicht der einzige Schock war, mussten wir
sogleich erleben. Der Guide bog in einen anderen Block
mitten in der Anlage ab als auf dem Plan eingezeichnet. Er
brachte uns zu einem dunklen Gang mit enger Türe. Das
Zimmer war ein einziger Schock! Wir machten eine
Einsprache, wir hätten ein Rollstuhlzimmer bestellt. Der
Guide zeigte daraufhin ins Badezimmer, wo ein Haltegriff
neben der Toilette zu sehen war. Keine Dusche. So enge
Türe, dass ich mit meinem Rollstuhl nicht ins Badezimmer
fahren konnte. Das Zimmer war überhaupt so eng, dass ich mit
dem Rollstuhl nicht durchkam und auch die Terrasse mit
einer grossen dunklen Betonwand abschloss. Das ist ja wie eine
Gefängniszelle! Nein, das akzeptieren wir nicht, wir
wollten sofort den Manager der Hotelanlage sprechen. Es
hiess, Behindertengerecht oder Meerblick (wie es uns vom
Reisebüro bestätigt war - UND nicht oder). Wir erklärten,
dass das Zimmer sowieso nicht rollstuhlgängig ist und wir
unser Bestelltes mit Meerblick wollten. Da wir unseren Duschrollstuhl
dabei hatten, würden wir eh keine Haltegriffe benötigen.
Uns ging es um die Zimmertürbreiten, welche wir extra vor
der Buchung abgeklärt hatten und uns zugesichert wurden!
Die Managerin war sehr nett und einsichtig und hatte uns
sofort ein sehr schönes Zimmer mit Meerblick im Block Nr.
5 im "Teneguia"-Teil gegeben. Frank schob den
Duschrollstuhl durch die Badezimmertüre. Dieser passte
knapp durch. Das Zimmer hatte eine Dusche, wohl aber mit
kleinem Absatz. Frank meinte, er wolle mich mit dem Duschrollstuhl
darüber heben, das sollte schon gehen. Problem gelöst.
Wir hatten uns in unserem neuen Zimmer eingenistet und dann auf dem Bett ausgeruht.
Zwei Doppelbetten waren zusammengestellt. Na gut, das musste
jetzt halt gehen. Später hatten wir auf der Terrasse die Sonne
genossen. Noch etwas später hatten wir die erste kleine
Erkundungstour durch die schöne Ferienanlage gemacht.
Kaum Touristen, wo waren die ganzen Leute? Wir
waren doch recht hungrig bis es endlich um 19 Uhr mit dem
Abendessen los ging. Grosses Buffet im Haupthaus im 1.
Stock. Wir wurden von einem Servicemitarbeiter empfangen
und er führte uns zu einem Tisch. Dann der nächste
Schock. Die Tische waren so tief, dass ich mit dem
Rollstuhl nicht darunter fahren konnte. Wir erklärten, dass ich
so leider nicht essen könne. Der Mann war sehr nett und
suchte für uns sofort einen passenden Tisch.
Dieser stand ganz am Rande des Speisesaals in der Ecke des
grossen Raums. Da dies der einzige Tisch
seiner "Klasse" war, wurde der Tisch für die
ganze Woche für uns reserviert und mit einem grossen
Schild versehen "reservado". Das fanden wir sehr
umsichtig. Herrlich, dieses abwechslungsreiche Buffet. Von diversen Salaten über verschiedenste
Hauptspeisen und feinen Desserts und Früchte, es gab für jeden
Geschmack etwas. Lecker! Da mussten wir uns jeden Tag
stark zusammenreissen, damit wir uns nicht überassen.
Totmüde vom ersten sehr anstrengenden Tag fielen wir ins
Bett.
|
| Sonntag,
15. Februar 2009 - Relaxtag im Hotel |
 |
 |
Unser
schönes Zimmer mit Terrasse und Meerblick
|
Unser
Block Nr. 5 - Zimmer 5012.
|
 |
 |
Tägliches
Training mit 1 Stunde Tischtennis...
|
und
selber Rollstuhlfahren in der herrlichen Hotelanlage.
Blumen, Palmen und Meer.
|
Den
ersten Ferientag hatten wir als Relaxtag in der Hotelanlage
eingeplant. Die Nacht gestaltete sich sehr schwierig für
mich. Da ich durch die starke Spastik vor allem das rechte
Bein in starker Anwicklung habe, habe ich einen Wendekreis
"wie ein Lastwagen" (wie Frank mal treffend
formuliert hat). D.h. ich benötige 1.5 Bettenbreite. Da
wir lediglich zwei zusammengestellte Einzelbetten hatten,
landete ich immer wieder zwischen die Betten und sie
schoben sich auseinander. Ich hatte wieder sehr starke
Körperschmerzen. Die Nacht war ein einziger
"Stress" für mich. Wir mussten uns eine andere
Lösung überlegen.
Nach dem sehr feinen Frühstücksbuffet erkundeten wir die
Hotelanlage. Sie ist sehr weitläufig. Beim Abendessen
gestern hatten wir mehr Leute angetroffen wie zuerst
erwartet. Aber jetzt fragten wir uns wieder, wo die ganzen
Leute alle hin sind. Es ist schon sehr schön, wenn so
eine Ferienanlage nicht überlastet ist. Wir genossen,
dass kaum Leute da waren. Wir fuhren alle 12 Pools ab. So
konnte ich wieder einmal länger für mich "selber
Rollstuhlfahren" trainieren. Das tat gut. Zuhause ist
das ja zur Zeit überhaupt nicht möglich durch den
Schnee. Wir entdeckten bei uns auf unserer Ferienanlagenseite den schönsten Pool. Rund und angelegt
wie ein Strand, flach und dann immer tiefer. Daneben mit einem eigenen Sandstrand. Ok, da
kam
ich ja mit dem Rollstuhl nicht drauf, aber fürs Auge ist
das ja auch Balsam. Auch gab es einen Raum mit
Tischtennistischen. Sofort hatten wir eine Trainingsrunde
Tischtennis gespielt. Eigentlich war ich nicht auf
"Animation" eingestellt. Im Princess wird das
ganz sanft gemacht. Es ist ein Plan aufgehängt und wer
Lust darauf hat, stellt sich einfach am entsprechenden
Treffplatz hin. Am "Beach" wurde Boccia
angeboten. Das sind 2x (zwei Farben) 6 schwere Kugeln, die
gut in die Hand passen und ein kleiner "Joker"
(Ball).
Den kleinen Ball wirft man zuerst und dann gibt es
"Zwei gegen Zwei-Mannschaften". Ich hatte Lust
dieses Spiel auch mal wieder zu versuchen (das erste Mal
im Rollstuhl). Frank kannte das Spiel nicht. Frank und ich
waren natürlich das Dreamteam. Bis am Schluss, da hat
leider Frank den kleinen Joker mit seiner Kugel erwischt und der ist davon
gespickt zugunsten der gegnerischen Mannschaften. Uns
entgingen die hart erkämpfen 4 Punkte in diesem Spiel. So
haben wir unserem zweiten Platz "vergamed" und
fielen auf "Ferner-liefen" zurück. Das hat mich
aber nur sehr kurz geärgert, weil: Pech im Spiel - ...?...!
Wir waren dann in unser schönes Zimmer zurückgegangen. Wir waren
recht müde und mussten uns zuerst an die krasse
Wetterumstellung gewöhnen (über 20 Grad). Wir hatten dann
einige Stunden im Zimmer zugebracht und hatten etwas
gedöst. Da Frank und ich gerne "TV glotzen",
waren wir über die 6 deutschen Sender sehr erfreut.
Am Abend hatten wir wieder den schönen Sonnenuntergang
geniessen dürfen und sind dann zum leckeren Abendbuffet.
|
| Montag,
16. Februar 2009 - Ausflug zum "El Faro" und den
Salinen |
 |
 |
wir
an der Südspitze von "La Palma"
|
am
"El Faro", den beiden Leuchttürmen
|
 |
 |
wieder
ein herrlicher Sonnenuntergang
|
jaaaa
- Desseeeert!
|
Vor
unserer Reise hatten wir einen schönen Film über die
Kanaren gesehen und aufgezeichnet. In diesem Film wurde
"El Faro", der ganz in der Nähe von unserem
Hotel ist, vorgestellt. Und auch in unserem Reiseführer
sowie in den Hotelbewertungen im Internet wurde dieser
interessante Ausflugsort empfohlen. So waren wir gespannt
darauf und hatten den Montag als kleinen Reisetag
eingeplant.
Frank hatte das Doppelbett mit unseren Klettverschlüssen
zusammenmontiert. Trotzdem rutschte die Matratze und ich
bin wieder in der Ritze erwacht. Mir tat alles weh und war
total gerädert. Wir müssen uns wieder eine andere
Lösung überlegen.
Wir gingen nach dem Frühstück zur Rezeption und
erklärten dem Mitarbeiter meine Situation mit unserem Bett.
Er hat uns daraufhin sofort eine
Kingsize-Matratze versprochen. Dann ging's auf unsere
kleine Rundreise.
La Palma ist bekannt für seine riesigen Bananenplantagen.
Unsere Ferienanlage liegt eingebettet in Mitten einer
solchen. Wir fuhren in Richtung der Südspitze von La
Palma. Rechts und links von der Strasse, Bananenplantagen
so weit das Auge reicht. Zwischendurch Felder mit grossen
harten Vulkanbrocken, wo das Land nicht kultivierbar ist
und dann wieder Bananenplantagen. Die Bananen sind viel
kleiner und die leckersten, die wir je gegessen hatten.
Die kleine kanarische Bananensorte hatten wir schon auf
Teneriffa kennengelernt. Diese wird nicht exportiert. Die
Spanier "mampfen" sie lieber alleine! Nach einer
ganzen Weile kamen wir am "El Faro" an. Das sind
zwei Leuchttürme, ein Alter und ein Neuer. Dahinter sind
die Salinen, die bekannte Meersalzgewinnungsanlage von Teneguia.
Da das Gelände hinter den Leuchttürmen praktisch
naturbelassen ist, ist dies für mich als Rollstuhlfahrer
nicht befahrbar. So hatte ich auf dem windigen Platz
gewartet und Frank war filmen und fotografieren gegangen.
Ich hatte mich dann etwas gesonnt.
Zurück sind wir am Fusse des Vulkans "Teneguia"
in Richtung steil bergauf bis oben zum Dorf Los Canarios (Fuencaliente)
und wieder die Passstrasse steil bergrunter bis zu unserer
Hotelanlage. Innert kürzester Zeit hatte man grosse
Höhenunterschiede überwunden, ebenfalls Temperaturen. La
Palma gilt als steilste Insel der Welt - La Isla Bonita!
Als wir wieder in unser Hotelzimmer zurückkamen, hatten
wir bereits eine Kingsizematratze in unserem Zimmer! Diese
Leistung ist SPITZE!
Nach dem herrlichen Sonnenuntergang konnten wir das
Abendbuffet kaum erwarten. Ich ernähre mich ja gerne
gesund, wenn möglich. Konnte es aber trotzdem nicht lassen
und hatte sofort das leckere Dessertbuffet inspiziert
(siehe Foto oben).
Ich musste mich jeden Tag stark zusammenreissen. Wir
Rollstuhlfahrer brauchen viel weniger Kalorien als ein
Fussgänger. Echt gemein!
|
|
Dienstag, 17. Februar 2009 - Erholungstag im Hotel |
 |
 |
Im Hintergrund
das grosszügige Hauptgebäude des "Princess"
(Rezeption Teneguia)
und die grüne steile Insel La Palma.
|
Fahrt zur
Strandpromenade und hinter der Mauer; Blick auf die
Vulkanfelsen und den tosenden Atlantik.
|
 |
 |
Rollstuhlfahrtraining
im Princess. Hier geht es steil bergauf. Da brauchte ich
die Hilfe von Frank. Die Stossgriffe sind hochfahrbar und
so bekommt Frank keine Rückenschmerzen mehr beim Schieben
helfen.
|
Schwimmen
im Spa des Princess. Leider etwas zu eng für meine
"Spannbreite". Rein bin ich mit Hilfe von Frank
gut gekommen. Aber raus aus dem Becken waren wir auf
fremde Hilfe angewiesen. (grosses
Bild)
|
Wir
hatten gut geschlafen, die Kingsizematratze war wirklich
eine "Erlösung" für mich. Da die letzten Ferien
viel zu streng für mich waren, weil wird jeden Tag
unterwegs waren, hatten wir uns vorgenommen, diese Ferien viel ruhiger anzugehen. So
hatten wir wieder
einen Erholungstag in der Hotelanlage eingeplant. Es gab
viel zu inspizieren. Franks grosses Hobby ist
fotografieren und filmen. So hatte er einige spektakuläre
Fotos machen können. Da ich viel selber fahren konnte,
war das ein gutes Rollstuhlfahrtraining für mich. Danach
wollte ich noch mehr für mich machen und wir sind ins Spa
gegangen. Das kostete Extraeintritt. Selber wäre ich ja
viel lieber in die grossen schönen Pools vom Princess
gegangen, aber Frank war nicht zu überreden ins kalte
Wasser zu kommen. Der einzige grosse leicht beheizte Pool
war für mich leider transfermässig nicht machbar. Es gab
für mich keine Einstiegsmöglichkeit. Einige kalten Pools
sind dem
Strand nachempfunden mit flachem Einstieg. Da hätte ich
mit dem Duschrollstuhl hineinfahren können. Für mich wäre es schön gewesen, aber
vermutlich hätte ich danach meine Schwierigkeiten mit der
Kälte bekommen. Die Dusche in unserem Zimmer ist nicht
ideal eingerichtet, lediglich mit einem festen Duschkopf
an der Wand. Ich hätte aber einen Duschkopf mit Brauseschlauch
benötigt, um mich überall warm abduschen zu können um
wieder warm zu werden. So musste die Vernunft für die
Gesundheit sprechen und nicht das Vergnügen. Das
Wellnessbad war ganz in der Nähe von unserem Hotelzimmer.
Wir hatten mich im Zimmer umgezogen und bin mit dem
normalen Rollstuhl mit vielen Handtüchern ausgestattet
ins Bad rein. Wir hatten meinen Plastikbock, den ich sonst
für meine Beine brauche, mitgenommen. Den Transfer vom
Rollstuhl auf den Bock und von da aus auf den Boden. Dann
weiter einzeln die Treppenstufen runter bis ins Wasser.
Den Runtertransfer ging trotz Spastik und mit Franks Hilfe so
einigermassen. Ich schwimme gerne, doch dieses Bad ist
rein für Wellness (Bad durchlaufen) gedacht und nicht zum
Schwimmen. Überall Massagedüsen und Nischen mit Whirlpool
(siehe
grosses Bild Link oben). Zum Glück waren nur 2-3 Gäste
mit im Bad. Mit meiner Spannbreite zum Schwimmen war es
knapp, aber es ging noch. So konnte ich einige Meter
machen. Das Wasser war schön, 35 Grad warm und recht
dampfig in der Halle. Ich fühlte mich aufgewärmt. Als ich
sehr müde wurde, wollte Frank mich zurück auf den
Rollstuhl bringen. Doch meine Spastik setzte so stark ein,
dass ich keinen Transfer mehr rücklings auf die Treppe -
Böckli - Rollstuhl mehr machen konnte. Mir fehlte auch
einfach die Kraft und Frank ebenfalls. Zum Glück kam ein
Spa-Mitarbeiter vorbei und konnte uns helfen, mich zurück
in den Rollstuhl zu tragen. Dann schob mich Frank zurück
ins Hotelzimmer und wir hatten uns lange ausgeruht bis zum
Abendessen.
|
| Mittwoch,
18. Februar 2009 - Ausflug zum Plaza "La Glorieta"
- Westküste |
 |
 |
Am Plaza
"La Glorieta" - wunderschönes Mosaik aus
Keramikstücken und halbrunden Steinen.
|
Wir konnten uns
kaum satt sehen, so toll fanden wir diesen Platz. |
 |
 |
am
Chamäleon-Brunnen
|
wunderschönes
Steinsofa
|
 |
 |
Millionen von
Keramikstücken...
|
ergeben dieses
schöne Bild aus Blumen, Ranken und Tieren
|
 |
 |
So sieht La
Palma entlang den Küsten aus. Unzählige Felder mit
Bananenstauden. Nur eine Frage der Zeit, dass die
Bananenplantagen den Hotelanlagen weichen werden (Geld ist
geil!).
|
Das Highlight
jeden Tages -
leckeres Frühstück und Abendessen |
Am
Mittwoch war wieder ein Ausflugstag eingeplant. Diesmal
wollten wir die Westküste hochfahren bis zu "Las
Manchas de Abajo". Dort gab es eine wunderbare
Sehenswürdigkeit anzuschauen, ganz ohne Eintritt. Den
Plaza "La Glorieta". Sogar rollstuhlgängig. Der
Platz wurde von Luis Morera erschaffen mit Millionen von
kleinen Keramikstücken zu einem Mosaik zusammengesetzt zu
Blumen, Ranken und Tieren. Wir konnten uns kaum satt sehen
und Frank hatte 96 wunderbare Bilder geschossen.
Weiter fuhren wir zu "Puerto Naos", wo ein neues
Touristenzentrum mit vielen Hotels am schwarzen Lavastrand
am Entstehen ist. Die meisten Orte erlebte ich aus dem Auto
heraus. Das ständige ein- und aussteigen wäre zu
anstrengend für mich gewesen. Aber vom Auto aus konnte man auch so
einiges sehen. Der Ort ist eng und keine Parkmöglichkeit
in der Nähe frei. Der Strand ist mit Palmen bestückt und
sieht ganz nett aus. Aber Ferienmachen würde mich dort
nicht anmachen. Mir wäre es zu "stark
touristisch", obwohl noch nicht soviel Leute da
waren.
Zurück fuhren wir auf der selben Strecke. Wir hielten
immer wieder an und bestaunten die schöne, bis heute noch
verhältnismässig wenig bebaute grüne Insel. Die Kraft
des Vulkans ist immer gegenwärtig. Immer wieder erstarrte
Lavaströme, die bis heute nicht bewachsen sind. Dann
Kiefern und Kakteen, gelbe Blumen und wieder Lavabrocken.
Dazwischen immer wieder sehr kleine bescheidene Häuschen.
Die etwas grösseren Villen gehören wohl Deutschen, so
sagt man. An den Küsten fast alles voll mit
Bananenplantagen. Es nur eine Frage der Zeit, bis diese
den Hotelanlagen weichen werden. Kommerz siegt meistens.
|
|
Donnerstag, 19. Februar 2009 - Relaxtag im Hotel |
 |
 |
In der Rezeptionshalle
vom "La Palma Princess"
|
Ausruhen in der
Poollandschaft. Heute war es frisches Wetter, so fand ich
nicht wirklich die Ruhe.
Mich fröstelte es immer wieder.
|
 |
 |
Das Princess hatte auch für
Tierfreunde etwas zu bieten. An den
sonnenbeschienenen Mauern aus Felsstücken wärmen sich viele dieser
wunderschönen Eidechsen. Einige
waren erstaunlich gross mit grossen blauen Wangen. Diese
hier auf dem Bild ist vermutlich ein Weibchen.
|
Unsere Dusche
war gross und nicht rollstuhlgängig. Frank musste mich
samt Duschrollstuhl über die 10cm hohe Schwelle heben.
Wir waren aber trotzdem froh, diese Dusche zu haben.
|
Am
Donnerstag hatten wieder ein Relaxtag in der Hotelanlage
eingeplant. Wir fuhren durch die Hotelanlage. Es war
windig und kälter als die letzten Tage. Richtig heiss wurde
es selten in dieser Woche, wohl aber bis 20.5 Grad (wenn
wir daran dachten, dass Zuhause Schneestürme tobten). Immer
wieder schoben sich Wolken vor die Sonne und es wurde
sofort frisch. Mir war das Rollstuhltraining noch wichtig.
Endlich wieder mal etwas für meine Kondition tun zu
können. Wir spielten Tischtennis und tigerten um die
Hotelanlage. Herzig fand ich die vielen schönen
Eidechsen, die auf der ganzen Anlage zu sehen sind. Vor
allem bei den warmen Mauern aus Felsbrocken, wo es
Versteckmöglichkeiten für die Tiere gibt. Wir wollten
uns noch etwas an der frischen Luft erholen, Musik
hören und Frank wollte lesen. Doch ich fand nicht
wirklich die Ruhe. Irgendwie frierte ich etwas und ich
fühlte mich kalt. So fuhren wir zurück in unser Hotelzimmer, wo
ich eine heisse Dusche nahm. Bis es aber soweit
war, war es ein ganzes Stück Arbeit. Das Badezimmer ist nicht
rollstuhlgängig und bei der Duschwanne hat es einen Absatz
von 10cm. Frank musste mich samt Duschrollstuhl über
die Kante heben. Zum Glück hatten wir meinen Duschrollstuhl mit 4 Hilfsrädern mitgenommen. Ich kann mit
meinem Duschrolli nicht selber fahren und bin auf Franks
Hilfe angewiesen.
|
|
Freitag, 20.
Februar 2009 - Ausflug zur Inselhalbrundfahrt |
 |
 |
Die Sonne
geniessen. Vor unserem Eingang vom Block Nr. 5.
Flaschenhalspalmen im Garten, dahinter ist das Meer.
|
Hier sieht man
meine Pelotte am Rollstuhl, abgepolstert mit einem
Handtuch, damit ich beim Rollstuhlfahren nicht mehr durch
meine Spastik nach rechts wegkippen kann. Super Lösung!
|
 |
 |
Besuch vom
"Parque Paraiso de las Aves":
Diese wunderschöne Krontaube (66cm gross!) lebt in der
Freiflugvoliere. Sie hat uns und meinen Rollstuhl von
allen Seiten inspiziert und hat mich eine ganze Weile
begleitet.
|
Der Park ist als
rollstuhlgängig deklariert. Hier ein Wasserschlauch in der
Freiflugvoliere. Das Hindernis überwinden, kein Problem. Es
geht nur einen Teil der Anlage bergauf, wo ich auf Franks
Hilfe angewiesen war.
|
 |
 |
Zwiegespräch
mit den Molukkenkakadus. Dieses Männchen interessierte
sich sehr für meine Finger.
Er griff sogar mit der Kralle
aus seiner Voliere um danach zu greifen, so ein Schlingel! Wir hatten eine
lustige Zeit an der Voliere. Frank hat uns viele
Erinnerungen auf Film- und Fotomaterial gebannt.
|
Der zweite
Molukkenkakadu war etwas scheuer, aber nicht weniger laut.
Den beiden Tieren geht es sehr gut. Sie haben eine
wunderschöne Voliere bekommen und eine gute Versorgung. |
Unser
letzter Ferientag war angebrochen. Wir hatten uns
entschieden eine Inselhalbrundfahrt zu unternehmen. Wir
fuhren nach dem Frühstück gleich los in Richtung
Ostküste Santa Cruz, der Hauptstadt von La Palma. Bei uns
auf der Südsüdwestseite war es schönes Wetter. Als wir
die Kante zur Ostküste überwunden haben, war es sofort
bedeckt und einiges kälter. Das hatte uns nichts
ausgemacht. Wir wollten ja eine Autofahrt machen. Frank
war dann für Fotos immer wieder ausgestiegen und fand es
dann doch etwas sehr frisch. Als wir kurz vor Santa Cruz
waren, fuhren wir über den Berg in Richtung El Paso. Es
war interessant, die Insel von einer anderen Seite kennen
zu lernen. Lorbeerwälder und richtig feuchtes Klima.
Die Autostrasse ist Einbahn und führt durch Tunnels. Als
wir wieder auf unserer Westseite ankamen, wurde das Wetter
wieder freundlicher. Als Frank wieder zum Fotografieren
ausgestiegen war, hatte ich noch etwas in unserem
Reiseführer geblättert und per Zufall den Hinweis vom
Vogelpark "Parque
Paraiso de las Aves" wieder gefunden. Klar
mussten wir hin. Nur schwer hatten wir den Vogelpark gefunden.
Ein ganz schmaler Weg führte uns Mitten in El Paso
(Richtung Tajuda) rechts steil den Berg hinab und dann
wieder scharf rechts. Zuerst waren wir gar nicht sicher
und Frank lief vor. Wir waren richtig. Rollstuhl ausladen
und ich Transfer drauf. Es ist ein sehr kleiner und
herziger Park. Die
Leute geben sich aber sehr Mühe, es den Tieren so gut als
möglich gehen zu lassen. Es ist teuer so ein Park zu
unterhalten, zumal nur sehr wenige Leute anscheinend den
Park besuchen (oder finden?). Der Weg zu den
Molukkenkakadus ist noch nicht fertig. Da ich aber starkes
Interesse an den Tiere habe, hatte mich die deutsche Besitzerin
persönlich auf einem Naturweg zu den Tieren gefahren. Die
Papageien freuten sich über den Besuch und riefen "Hallo!"
und quietschen von Freude. Wir hatten eine ganz tolle
Zeit im Park erleben dürfen.
Danach ging es wieder ins Princess zurück. Packen. Da ich
mit meinem Rolli nur im Weg rumstehen würde, hat Frank
jeweils die ganze Arbeit mit dem Gepäck. Er ist eben
schon ein Riesenschatz und ein "6er im Lotto"
für mich. Zum letzten Mal einen Sonnenuntergang auf La
Palma geniessen und das letzte Mal vom sehr feinen Buffet
schlemmen.
|
| Samstag,
21. Februar 2009 - Heimreise |
 |
 |
leckeres Frühstücksbuffet
|
wunderschöne
Pflanze beim Block Nr. 5
|
 |
 |
Abschied vom
"Princess", hier vor der Rezeption
La Palma Princess.
|
Tschüss, es
war trotz anfänglichen Schwierigkeiten schön auf La
Palma.
|
Abreisetag
- enorm wie rasch die Zeit verging. Frank hatte am
Vorabend fast alles gepackt. So konnten wir in Ruhe zum
Frühstück fahren und das letzte Mal das leckere
Frühstücksbuffet geniessen. Es ist schon schön, wenn
man nicht selber vorbereiten und kochen muss. Die Auswahl
war riesig, zuhause bringt man das nicht hin. Wir fuhren
noch einmal durch die Hotelanlage. Tschüss Princess,
trotz anfänglichen Schwierigkeiten hattet ihr uns unseren
Aufenthalt versüsst. Koffer ins Auto und schon ging es in
Richtung Flughafen. Sobald wir Richtung Ostküste kamen,
konnten wir den "Teide", die Bergspitze von
Teneriffa, sehr gut sehen. Im Flughafen angekommen hatte
Frank unser Mietauto weggestellt. Danach meldeten wir uns
bei den "Sin Barreras" an und wurden später wieder
begleitet. Die Gepäck- und Personenkontrolle wird noch
sehr einfach gemacht. Die "Palmeras" sind bereits dran das
neue Flughafengebäude zu bauen. Aha, sie stellen sich
also auf mehr Tourismus ein. Arme Insel. Sie wird bald
wohl so vergewaltigt werden wie Teneriffa oder Gran Canaria.
Die A319-AirBerlin war auch schon da und ich wurde wurde
vor das Flugzeug auf meinem Rollstuhl gefahren. Dann
musste ich auf den schmalen Charly (das Wägelchen, was
zwischen die Sitzreihen passt) geladen werden. Dieser
Charly hatte eine ganz besondere Konstruktion. Man schwebt förmlich über die Treppen,
nahezu erschütterungsfrei.
Die Startbahn von La Palma ist nur ganz kurz. Der Flieger
rollte zum Anfang (Start- und Landebahn ist dieselbe),
holte Schwung und schwups, waren wir schon in der Luft.
Von 20 Grad ging's zu Minusgrade in die weisse Schweiz
nach hause. Der Rückflug ging sehr gut. Ich nahm eine
Schlaftablette und durfte fast den ganzen Flug liegen. Es
war ein Glück, dass der Flug nicht ausgebucht war und ich
so die drei Sitze für mich nutzen konnte. So
konnte ich die 4 Stunden gut überstehen und etwas dösen.
So ein Reisetag schlaucht ganz schön. Es braucht jeweils
fast einen ganzen Tag Reisezeit bis man wieder zu hause
ist. Zuhause angekommen, wurden wir sehr herzlich von
unseren Tieren begrüsst.
Dieses mal haben wir nur knapp 1800 Fotos geschossen ;-)).
Es waren sehr schöne Ferien. Und wer weiss, ob wir La
Palma wieder einmal besuchen. Vielleicht gibt es ja mal
noch einen grösseren breiteren Flieger? La Palma ist auf
jeden Fall einen Besuch wert!
Hier noch die Zimmertürbreiten, falls ihr auch Interesse
habt:
- Eingangstüre: 73 cm
- Türe zum Badezimmer: 65.5 cm
- Durchgang zum WC: 68 cm
Wir freuen uns schon auf die nächsten Sommerferien.
Gebucht sind sie schon, ebenfalls die Herbstferien. Sie
werden am Mittelmeer stattfinden. Es
werden relativ kurze Flüge werden. Ich habe vorerst genug
von den 4-Stunden Flügen. Da wir aber wieder in den Loro
Parque auf Teneriffa wollen (vermutlich nächstes Jahr, wenn die
grosse Freiflugvoliere fertig ist), werden wir wohl
zwangsläufig wieder einen A320-Flug buchen. Es ist halt
doch schön auf den frühlingshaften Kanaren.
|
|
|